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Von A bis Z
Mathe-Lexikon
Im Matheunterricht fallen viele Fachwörter, und manches heißt heute anders als zu Ihrer Schulzeit. Wo Sie früher „geborgt“ haben, „entbündelt“ Ihr Kind heute, es rechnet „halbschriftlich“ und füllt Zahlenhäuser aus. Dieses Lexikon erklärt die Wörter, denen Ihr Kind von der Vorschule bis zur 6. Klasse begegnet, jeweils mit einem Beispiel, das Sie gemeinsam ausprobieren können.
Die Angabe in Klammern nennt die Klasse, in der die meisten Kinder dem Wort zuerst begegnen. Schule ist in Deutschland Ländersache: Je nach Bundesland, Schulbuch und ab Klasse 5 auch Schulart kann sich das etwas verschieben, und Fachwörter wie Summand oder Quotient führen die Schulbücher unterschiedlich früh ein. Was in welcher Klasse drankommt, finden Sie auf den Seiten zu den Klassenstufen. Wörter mit Umlaut stehen beim Grundbuchstaben: „Übertrag“ finden Sie unter U.
A B C D E F G H K L M N O P Q R S T U V W Z
A
- Abziehverfahren
- Eines der beiden Verfahren für die schriftliche Subtraktion: Man zieht Stelle für Stelle ab, von rechts nach links. Ist die obere Ziffer zu klein, wird entbündelt. Beispiel: 532 − 178: „2 minus 8 geht nicht. Ich entbündele einen Zehner: 12 minus 8 gleich 4.“ Von den 3 Zehnern bleiben 2. „2 minus 7 geht nicht. Ich entbündele einen Hunderter: 12 minus 7 gleich 5.“ Von den 5 Hundertern bleiben 4, und 4 minus 1 gleich 3. Ergebnis: 354. (3. Klasse. In Bayern ist das Abziehverfahren vorgeschrieben, anderswo entscheidet oft die Schule. Das zweite Verfahren ist das Ergänzungsverfahren.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- Achsenspiegelung
- Eine Figur wird an einer Geraden, der Spiegelachse, gespiegelt. Jeder Punkt des Spiegelbilds liegt genauso weit von der Achse entfernt wie der Punkt der Figur, nur auf der anderen Seite. Beispiel: Liegt eine Ecke eines Dreiecks auf Kästchenpapier 2 Kästchen links von der Achse, liegt die gespiegelte Ecke 2 Kästchen rechts davon. (Mit dem Spiegel und durch Falten ab der 2. Klasse, auf Kästchenpapier meist in der 4. Klasse.)
- Achsensymmetrie
- Eine Figur ist achsensymmetrisch, wenn man sie so falten kann, dass beide Hälften genau aufeinanderliegen. Die Faltlinie ist die Spiegelachse. Beispiel: Ein Schmetterling ist achsensymmetrisch, ebenso der Großbuchstabe A. Das F ist es nicht. (2. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Addition (addieren)
- Das Plusrechnen: Mengen werden zusammengefügt. Die Zahlen, die addiert werden, heißen Summanden, das Ergebnis heißt Summe. Beispiel: 4 Äpfel und noch 3 Äpfel sind 7 Äpfel: 4 + 3 = 7. (Im Spiel schon in der Vorschule, mit dem Pluszeichen ab der 1. Klasse.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- Analoge Uhr
- Eine Uhr mit Zifferblatt und Zeigern. Der kleine Zeiger zeigt die Stunden, der große Zeiger die Minuten. Beispiel: Zeigt der kleine Zeiger auf die 3 und der große auf die 12, ist es drei Uhr, also 3 Uhr nachts oder 15 Uhr am Nachmittag. (Volle Stunden in der 1. Klasse, Minuten in der 2. Klasse.) Mehr dazu: Uhrzeit lernen.
- Aufgabenfamilie
- Vier Aufgaben, die mit denselben drei Zahlen gebildet werden: eine Aufgabe, ihre Tauschaufgabe und die beiden Umkehraufgaben. Beispiel: Mit 3, 5 und 8: 3 + 5 = 8, 5 + 3 = 8, 8 − 3 = 5 und 8 − 5 = 3. Beim Malnehmen genauso: 3 · 4 = 12, 4 · 3 = 12, 12 : 3 = 4 und 12 : 4 = 3. (1. Klasse; mit Mal und Geteilt in der 2. Klasse.)
- Aufteilen und Verteilen
- Die zwei Grundvorstellungen vom Teilen. Beim Aufteilen kennt man die Größe der Gruppen und sucht, wie viele Gruppen es werden. Beim Verteilen kennt man die Zahl der Gruppen und sucht, wie viel jede bekommt. Beispiel: 12 Äpfel in Tüten zu je 3 aufteilen: Man füllt 4 Tüten. 12 Äpfel gerecht an 3 Kinder verteilen: Jedes Kind bekommt 4. Beides ist 12 : 3 = 4. (2. Klasse.) Mehr dazu: Malnehmen und Teilen.
B
- Balkendiagramm
- Ein Diagramm mit waagerechten Balken: Je länger der Balken, desto größer die Anzahl. Stehen die Balken senkrecht, spricht man vom Säulendiagramm. Beispiel: Reicht der Balken „Fahrrad“ bis zur 8, kommen 8 Kinder mit dem Rad zur Schule. (4. Klasse; Säulendiagramme schon vorher.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Bandornament
- Ein Muster in einem Streifen, bei dem sich dieselbe Figur immer wiederholt, verschoben, gespiegelt oder gedreht. Beispiel: eine Bordüre aus Dreiecken, bei der abwechselnd eine Spitze nach oben und eine nach unten zeigt. (4. Klasse.)
- Baumdiagramm
- Ein Schaubild, mit dem man alle Möglichkeiten geordnet aufschreibt. Jede Verzweigung steht für eine Wahl. Beispiel: Emma hat 2 Hosen (blau, schwarz) und 3 T-Shirts (rot, gelb, grün). Von jeder Hose gehen 3 Äste aus, das sind 2 · 3 = 6 Möglichkeiten, sich anzuziehen. (4. Klasse; das Rechnen mit dem Zählprinzip meist in Klasse 5.)
- Bilddiagramm
- Ein Diagramm aus Bildern oder Symbolen. Eine Legende sagt, wofür ein Bild steht. Beispiel: Steht ein Bild für 2 Kinder, bedeuten 4 Bilder 8 Kinder und ein halbes Bild 1 Kind. (2. Klasse.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Bildungsstandards
- Die gemeinsamen Ziele aller 16 Bundesländer, beschlossen von der Kultusministerkonferenz (KMK). Für Mathematik beschreiben sie, was Kinder am Ende der 4. Klasse können sollen, geordnet nach fünf Leitideen: Zahl und Operation; Größen und Messen; Raum und Form; Muster, Strukturen und funktionaler Zusammenhang; Daten und Zufall. Wann genau was drankommt, regelt der Lehrplan des Bundeslandes. Beispiel: Am Ende der Grundschule sollen Kinder die Grundaufgaben des Kopfrechnens, etwa das Einspluseins und das Einmaleins, „gedächtnismäßig“ beherrschen. (Gilt für die ganze Grundschule. Nachzulesen bei der KMK.)
- Blitzrechnen
- Kurze, schnelle Kopfrechenübungen, oft ein paar Minuten am Anfang der Stunde. Ziel ist, dass die Grundaufgaben ohne langes Nachdenken abrufbar sind. Beispiel: Die Lehrerin ruft „7 mal 8“, die Kinder antworten „56“. (Ab der 1. Klasse.) Mehr dazu: Kopfrechnen.
- Bruch
- Ein Teil von einem Ganzen, das in gleich große Teile geteilt ist. Oben steht der Zähler, unten der Nenner, dazwischen der Bruchstrich. Beispiel: Ein Kuchen wird in 4 gleich große Stücke geschnitten. Ein Stück ist ¼ (ein Viertel) des Kuchens, drei Stücke sind ¾. (Die Hälfte und ein Viertel im Alltag ab der 2. Klasse, ½, ¼ und ¾ bei Größen bis zur 4. Klasse; die Bruchrechnung in Klasse 5 oder 6, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Brüche.
- Bündeln
- Immer 10 Stück zu einer neuen Einheit zusammenfassen: 10 Einer zu 1 Zehner, 10 Zehner zu 1 Hunderter. Darauf beruht unser Stellenwertsystem. Das Gegenteil ist das Entbündeln. Beispiel: Aus 23 Steckwürfeln baut man 2 Zehnerstangen, 3 Würfel bleiben einzeln: 23 sind 2 Zehner und 3 Einer. (1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
C
- Cent (ct)
- Der hundertste Teil eines Euro: 1 € = 100 ct. Es gibt Münzen zu 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent. Beispiel: 3,45 € sind 3 € und 45 ct, zusammen 345 ct. (Euro und Cent in der 2. Klasse, die Kommaschreibweise in der 3. Klasse.) Mehr dazu: Geld.
D
- Daten
- Gesammelte Informationen, oft als Anzahlen. Beispiel: Die 2b zählt, wie die Kinder zur Schule kommen: 9 zu Fuß, 7 mit dem Rad, 5 mit dem Bus und 3 mit dem Auto. (Ab der 1. Klasse mit Strichlisten.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Dezimalzahl (Kommazahl)
- Eine Zahl mit Komma. Die Ziffern nach dem Komma sind Zehntel, Hundertstel, Tausendstel und so weiter. Beispiel: 3,7 bedeutet 3 Einer und 7 Zehntel. 2,45 € sind 2 € und 45 ct. (Bei Geld ab der 3. Klasse, bei Längen ab der 4. Klasse; als eigene Zahlen in Klasse 5 oder 6, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Kommazahlen und Prozent.
- Dienes-Material
- Material zum Stellenwert, auch Mehrsystemblöcke genannt: kleine Würfel für die Einer, Stangen aus 10 Würfeln für die Zehner und Platten aus 10 Stangen für die Hunderter. Beispiel: 243 sind 2 Platten, 4 Stangen und 3 Würfel. (2. und 3. Klasse.)
- Differenz
- Das Ergebnis einer Minusaufgabe und zugleich der Unterschied zwischen zwei Zahlen. Man findet sie durch Abziehen oder durch Ergänzen von der kleineren Zahl aus. Beispiel: 12 − 9 = 3. Die Differenz von 12 und 9 ist 3, denn von 9 bis 12 sind es 3. (Gerechnet wird ab der 1. Klasse; das Fachwort kommt je nach Schulbuch zwischen Klasse 2 und 4.)
- Digitale Uhr
- Eine Uhr, die die Zeit in Ziffern anzeigt. Gezählt werden die Stunden von 0 bis 23: Nach 12 Uhr mittags kommt 13 Uhr. Beispiel: 08:45 ist Viertel vor neun am Morgen. Halb vier am Nachmittag ist 15:30 Uhr, denn zu den Stunden nach Mittag rechnet man 12 dazu: 3 + 12 = 15. (2. Klasse.) Mehr dazu: Uhrzeit lernen.
- Dividend
- Die Zahl, die geteilt wird. Beispiel: In 20 : 4 = 5 ist 20 der Dividend, 4 der Divisor und 5 der Quotient. (Das Fachwort meist in Klasse 3 oder 4, je nach Schulbuch.)
- Division (dividieren)
- Das Geteiltrechnen, geschrieben mit dem Doppelpunkt (:) und gesprochen „zwölf geteilt durch drei“. Es gibt zwei Vorstellungen davon, das Aufteilen und das Verteilen. Beispiel: 12 : 3 = 4. Das schriftliche Verfahren finden Sie unter schriftliche Division. (2. Klasse.) Mehr dazu: Malnehmen und Teilen.
- Divisor
- Die Zahl, durch die geteilt wird. Beispiel: In 20 : 4 = 5 ist 4 der Divisor. Durch 0 kann man nicht teilen. (Das Fachwort meist in Klasse 3 oder 4, je nach Schulbuch.)
- Dreieck
- Eine Figur mit 3 geraden Seiten und 3 Ecken. Beispiel: das Warndreieck im Auto oder das Verkehrsschild „Vorfahrt gewähren“. (Erkennen schon in der Vorschule, benennen und unterscheiden in der 1. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Dreisatz
- Ein Rechenweg für Aufgaben, bei denen zur doppelten Menge der doppelte Preis gehört, zur dreifachen der dreifache und so weiter: erst auf 1 schließen, dann auf die gesuchte Menge. Er heißt auch Schlussrechnung. Beispiel: 4 Hefte kosten 4,80 €. 1 Heft kostet 4,80 € : 4 = 1,20 €. 7 Hefte kosten 7 · 1,20 € = 8,40 €. (5. Klasse, vorbereitet durch Tabellen mit Menge und Preis in der 4. Klasse.) Mehr dazu: Muster, Gleichungen und Dreisatz.
- Durchschnitt (arithmetisches Mittel)
- Ein Wert, der für alle Werte einer Liste steht: Man addiert alle Werte und teilt durch ihre Anzahl. Der Fachbegriff ist arithmetisches Mittel. Beispiel: Ben wirft beim Sportfest 24 m, 30 m und 27 m. 24 + 30 + 27 = 81 und 81 : 3 = 27, im Durchschnitt also 27 m. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
E
- Ecke
- Eine Stelle, an der zwei Seiten einer Figur oder mehrere Kanten eines Körpers zusammentreffen. Beispiel: Ein Dreieck hat 3 Ecken, ein Würfel hat 8. (Bei Figuren ab der 1. Klasse, bei Körpern meist in der 3. Klasse.)
- Einer
- Die Stelle ganz rechts in einer ganzen Zahl, in der Stellenwerttafel mit E abgekürzt. Beispiel: 46 sind 4 Zehner und 6 Einer. (1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Einmaleins
- Das kleine Einmaleins umfasst alle Malaufgaben von 1 · 1 bis 10 · 10 und die passenden Geteiltaufgaben. Die Aufgaben einer Zahl bilden eine Einmaleinsreihe, zum Beispiel die Dreierreihe: 3, 6, 9 … 30. Das große Einmaleins (bis 20 · 20) gehört nicht zum Pflichtstoff. Viele Klassen machen einen „Einmaleins-Führerschein“, einen kleinen Test, den die Lehrkraft selbst zusammenstellt; offiziell vorgeschrieben ist er nicht. Beispiel: 7 · 8 = 56 steht in der Siebener- und in der Achterreihe. (2. Klasse, mit den Kernaufgaben zuerst; sicher sitzen soll es je nach Bundesland am Ende der 2. Klasse oder im Lauf der 3. Klasse.) Ideen zum Üben: Das kleine Einmaleins üben.
- Einspluseins
- Alle Plusaufgaben bis 10 + 10 und die passenden Minusaufgaben im Zahlenraum bis 20. Am Ende sollen Kinder sie ohne Abzählen wissen. Beispiel: 8 + 7 = 15 und 15 − 7 = 8. (1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlzerlegungen und Einspluseins bis 20.
- EIS-Prinzip
- Der Weg, auf dem Kinder neue Rechenideen lernen: enaktiv (mit den Händen, mit Material), ikonisch (mit Bildern) und symbolisch (mit Zahlen und Zeichen). Beispiel: Erst schiebt das Kind 3 und 4 Plättchen zusammen, dann malt es 3 und 4 Punkte, dann schreibt es 3 + 4 = 7. (Ein Begriff der Lehrkräfte, für alle Klassen.) Mehr dazu: So wird Mathe heute in der Grundschule unterrichtet.
- Entbündeln
- Einen Zehner in 10 Einer umtauschen, oder einen Hunderter in 10 Zehner, damit man abziehen kann. Früher sagte man dazu oft „borgen“. Beispiel: 52 − 27: 2 minus 7 geht nicht. Ein Zehner wird entbündelt, aus 52 werden 4 Zehner und 12 Einer. 12 − 7 = 5 und 4 − 2 = 2, das Ergebnis ist 25. (Mit Material in der 2. Klasse, im Abziehverfahren ab der 3. Klasse.)
- Ergänzen
- Eine Minusaufgabe durch Dazuzählen lösen: Man fragt, wie viel von der kleineren Zahl bis zur größeren fehlt. So wird oft auch das Wechselgeld abgezählt. Beispiel: 13 − 9: Von 9 bis 13 sind es 4. Wer 3,45 € mit einem 5-€-Schein bezahlt, ergänzt: 5 ct bis 3,50 €, 50 ct bis 4 €, 1 € bis 5 €, zusammen 1,55 € Rückgeld. (Ab der 1. Klasse.) Mehr dazu: Kopfrechenstrategien.
- Ergänzungsverfahren
- Das zweite Verfahren für die schriftliche Subtraktion. Man rechnet von der unteren Zahl aus nach oben und fragt: Wie viel fehlt? Der Übertrag wird klein zur nächsten Ziffer der unteren Zahl geschrieben. Beispiel: 532 − 178: „8 plus wie viel gleich 12? 4, schreibe 4, übertrage 1. 7 plus 1 gleich 8, 8 plus 5 gleich 13, schreibe 5, übertrage 1. 1 plus 1 gleich 2, 2 plus 3 gleich 5, schreibe 3.“ Ergebnis: 354. (3. Klasse. Welches Verfahren Ihr Kind lernt, hängt vom Bundesland und oft von der Schule ab; beide sind richtig.)
- Erweitern
- Zähler und Nenner eines Bruchs mit derselben Zahl malnehmen. Der Wert bleibt gleich, nur gibt es mehr und kleinere Stücke. Beispiel: ½ mit 2 erweitert ergibt ²⁄₄, noch einmal mit 2 erweitert ⁴⁄₈. Alle drei Brüche sind gleich viel wert. Das Gegenteil ist das Kürzen. (6. Klasse, in manchen Bundesländern und Schularten schon in Klasse 5.)
- Euro (€)
- Unsere Währung: 1 € = 100 ct. Es gibt Münzen zu 1 € und 2 € und Scheine zu 5, 10, 20, 50, 100 und 200 €. Das Eurozeichen steht hinter dem Betrag: 3,45 €. Beispiel: Zwei Kugeln Eis zu je 1,50 € kosten zusammen 3,00 €. (Münzen und Scheine in der 1. Klasse, die Kommaschreibweise ab der 3. Klasse.) Mehr dazu: Geld.
Benutzen Sie dieselben Wörter wie die Schule, also „entbündeln“ statt „borgen“. Fragen Sie bei der schriftlichen Subtraktion nach, ob die Klasse das Abziehverfahren oder das Ergänzungsverfahren lernt. Beide sind richtig, aber zwei Verfahren auf einmal verwirren. Ein Blick in das Mathe-Heft Ihres Kindes zeigt Ihnen meist schon, wie dort gerechnet wird.
F
- Faktor
- Jede der Zahlen, die miteinander malgenommen werden: Faktor mal Faktor gleich Produkt. Beispiel: In 6 · 7 = 42 sind 6 und 7 die Faktoren. (Das Fachwort je nach Schulbuch ab Klasse 2 oder 3.)
- Fläche
- Eine der Seiten, die einen Körper begrenzen. Sie kann eben oder gewölbt sein. Beispiel: Ein Würfel hat 6 Flächen, alle sind Quadrate. Ein Zylinder hat 2 ebene Kreisflächen und eine gewölbte Fläche. (3. Klasse, zusammen mit Ecken und Kanten.)
- Flächeninhalt
- Wie viel Fläche eine Figur bedeckt, gemessen in Quadraten. Beispiel: Ein Rechteck, 5 cm lang und 3 cm breit, lässt sich mit 15 Quadraten von 1 cm mal 1 cm auslegen. Sein Flächeninhalt ist 15 cm² (5 · 3 = 15). (Durch Auslegen und Kästchenzählen in der 4. Klasse, mit Flächeneinheiten wie cm² und der Formel in der 5. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Formel
- Eine Rechenregel, oft mit Buchstaben geschrieben. Beispiel: Flächeninhalt eines Rechtecks = Länge · Breite, kurz A = a · b. Ein Rechteck, 6 cm lang und 4 cm breit, hat also einen Flächeninhalt von 24 cm². (5. Klasse.)
G
- Gemischte Zahl
- Eine ganze Zahl und ein Bruch zusammen. Beispiel: 2 ½ (zweieinhalb) ist eine gemischte Zahl. Sie ist so viel wert wie der unechte Bruch ⁵⁄₂. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart. „Zweieinhalb“ sagen Kinder natürlich schon viel früher.)
- Geodreieck
- Ein durchsichtiges Dreieck aus Kunststoff mit Zentimeterskala, rechtem Winkel und Winkelskala. Damit zeichnet und prüft man rechte Winkel, später auch parallele und senkrechte Linien, und man misst Winkel. Beispiel: Legt man die rechtwinklige Spitze des Geodreiecks an die Ecke eines Heftes, liegen die Kanten genau aufeinander: Die Heftecke ist ein rechter Winkel. (Meist in der 3. Klasse; Winkel messen in der 5. Klasse.)
- Gerade Zahl
- Eine Zahl, die man in zwei gleich große Hälften teilen kann, ohne dass etwas übrig bleibt. Gerade Zahlen enden auf 0, 2, 4, 6 oder 8. Beispiel: 34 ist gerade, denn 34 = 17 + 17. (1. oder 2. Klasse.) Siehe auch ungerade Zahl.
- Gerade, Strecke und Strahl
- Drei Arten von geraden Linien. Eine Strecke hat zwei Endpunkte. Ein Strahl hat einen Anfangspunkt und geht in eine Richtung endlos weiter. Eine Gerade hat weder Anfang noch Ende. Beispiel: Die Strecke von A nach B ist 5 cm lang. Ein Sonnenstrahl ist ein gutes Bild für einen Strahl: Er beginnt an der Sonne und läuft geradeaus weiter. (5. Klasse.)
- Gewicht
- Wie schwer etwas ist, gemessen in Gramm, Kilogramm und Tonnen. In der Grundschule und im Alltag sagt man Gewicht, in manchen Schulbüchern der weiterführenden Schulen heißt die Größe Masse. Beispiel: Eine Tüte Mehl wiegt 1 kg, ein halbes Päckchen Butter 125 g. (Schwerer und leichter vergleichen schon in der Vorschule, Gramm und Kilogramm in der 3. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Gleichung
- Zwei Rechenausdrücke mit einem Gleichheitszeichen dazwischen, oft mit einer gesuchten Zahl. Das Gleichheitszeichen bedeutet „ist gleich viel wie“, nicht „jetzt kommt das Ergebnis“. Beispiel: 3 + □ = 10, also □ = 7. In Klasse 5 steht ein Buchstabe für die gesuchte Zahl: x + 7 = 15, also x = 8, und 4 · x = 36, also x = 9. (Platzhalteraufgaben ab der 1. Klasse, Gleichungen mit Buchstaben in der 5. Klasse.) Mehr dazu: Muster, Gleichungen und Dreisatz.
- Gleichwertige Brüche
- Brüche, die verschieden aussehen, aber gleich viel wert sind. Man findet sie durch Erweitern oder Kürzen. Beispiel: ½ = ²⁄₄ = ⁴⁄₈. Eine halbe Pizza ist so viel wie 2 Viertel oder 4 Achtel. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart auch schon in Klasse 5.) Mehr dazu: Brüche.
- Gramm (g)
- Eine kleine Gewichtseinheit: 1000 g = 1 kg. Beispiel: Eine Büroklammer wiegt etwa 1 g, eine Tafel Schokolade meist 100 g. (3. Klasse.)
- Größen
- Alles, was man messen und mit einer Einheit angeben kann: Geld, Längen, Gewichte, Zeitspannen und Rauminhalte. Eine Größe besteht aus Maßzahl und Einheit. Beispiel: Bei 3 m ist 3 die Maßzahl und m (Meter) die Einheit. 2,5 km, 2500 m und 2 km 500 m sind dieselbe Größe, nur verschieden geschrieben. (Ab der 1. Klasse; „Größen und Messen“ ist einer der fünf Bereiche der Bildungsstandards.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Größer als (>) und kleiner als (<)
- Zeichen zum Vergleichen von zwei Zahlen. Die offene Seite zeigt immer zur größeren Zahl, die Spitze zur kleineren. Beispiel: 9 > 4 (9 ist größer als 4) und 4 < 9 (4 ist kleiner als 9). (1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Grundschulempfehlung
- Die Empfehlung der Grundschule, welche weiterführende Schulart zu einem Kind passt. Die Schule spricht sie in der 4. Klasse aus; in Berlin und Brandenburg, wo die Grundschule bis Klasse 6 geht, meist später. Wie verbindlich sie ist, regelt jedes Bundesland anders. In Bayern heißt das entsprechende Zeugnis Übertrittszeugnis; dort zählt der Notendurchschnitt in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht. Fragen Sie am besten die Schule Ihres Kindes, wie es bei Ihnen geregelt ist. (4. Klasse.) Mehr dazu: Tests und Noten in der Grundschule.
H
- halb (bei der Uhrzeit)
- „Halb“ bedeutet eine halbe Stunde vor der nächsten vollen Stunde. „Halb vier“ ist also 3:30 Uhr oder 15:30 Uhr, nicht 4:30 Uhr. Für viele Kinder ist das eine Stolperfalle. Beispiel: Der große Zeiger zeigt auf die 6, der kleine steht zwischen 3 und 4: Es ist halb vier. (1. Klasse.) Mehr dazu: Uhrzeit lernen.
- halbschriftliches Rechnen
- Rechnen mit aufgeschriebenen Zwischenschritten. Es steht zwischen dem Kopfrechnen und den schriftlichen Verfahren; typische Wege sind schrittweise, stellenweise oder mit einer Hilfsaufgabe. Beispiel: 347 + 285 = 347 + 200 + 80 + 5, also 547, 627, 632. Beim Teilen: 168 : 6, denn 120 : 6 = 20 und 48 : 6 = 8, zusammen 28. (2. Klasse bis 100, 3. Klasse bis 1000.) Mehr dazu: So wird Mathe heute in der Grundschule unterrichtet.
- Hälfte (halbieren)
- Einer von zwei gleich großen Teilen. Halbieren heißt, durch 2 teilen. Beispiel: Die Hälfte von 10 ist 5, die Hälfte von 12 ist 6. (1. Klasse, zusammen mit dem Verdoppeln.)
- Hilfsaufgabe
- Eine Aufgabe, die sich bequemer rechnen lässt und mit der man eine schwierigere löst. Danach wird das Ergebnis angepasst. Beispiel: 47 + 29: Man rechnet 47 + 30 = 77 und zieht die 1 wieder ab, das ergibt 76. (2. Klasse.) Mehr dazu: Kopfrechenstrategien.
- Hohlmaße
- Maßeinheiten dafür, wie viel in ein Gefäß passt: Liter und Milliliter. Beispiel: In eine Gießkanne passen 10 l, in eine Tasse etwa 200 ml. (4. Klasse.)
- Hunderter
- Die dritte Stelle von rechts in einer ganzen Zahl, in der Stellenwerttafel H. 10 Zehner sind 1 Hunderter. Beispiel: 734 sind 7 Hunderter, 3 Zehner und 4 Einer, in Stufenschrift 7H 3Z 4E. (3. Klasse.)
- Hundertertafel
- Eine Tafel mit den Zahlen von 1 bis 100 in 10 Reihen zu je 10. Ein Feld nach unten heißt 10 mehr, ein Feld nach rechts 1 mehr. Ähnlich ist das Hunderterfeld, ein Punktefeld mit 100 Punkten. Beispiel: Unter der 37 steht die 47, rechts daneben die 38. (2. Klasse.)
- Hundertstel
- Einer von 100 gleich großen Teilen eines Ganzen, geschrieben 0,01 oder ¹⁄₁₀₀. Beispiel: 1 ct ist ein Hundertstel von 1 €, und 0,07 sind 7 Hundertstel. (Als Teil der Dezimalzahlen in Klasse 6, je nach Bundesland und Schulart; beim Geld begegnen Kinder Hundertsteln schon viel früher.) Mehr dazu: Kommazahlen und Prozent.
K
- Kante
- Die Linie, an der zwei Flächen eines Körpers zusammenstoßen. Beispiel: Ein Würfel hat 12 Kanten. (3. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Kegel
- Ein Körper mit einer kreisförmigen Grundfläche, der nach oben spitz zuläuft. Beispiel: eine Eiswaffel oder ein Partyhut. (2. Klasse.)
- Kernaufgaben
- Die Einmaleinsaufgaben, die Kinder zuerst lernen: mal 1, mal 2, mal 5, mal 10 und die Quadrataufgaben wie 3 · 3 oder 7 · 7. Aus ihnen lassen sich alle anderen ableiten. Beispiel: 6 · 7 ist eine 7 mehr als 5 · 7, also 35 + 7 = 42. (2. Klasse.) Mehr dazu: Das kleine Einmaleins üben.
- Kilogramm (kg)
- Eine Gewichtseinheit: 1 kg = 1000 g. Beispiel: Eine Packung Zucker wiegt meist 1 kg. (3. Klasse.)
- Kilometer (km)
- Eine Längeneinheit: 1 km = 1000 m. Beispiel: Für 1 km brauchen die meisten Erwachsenen zu Fuß etwa eine Viertelstunde. (3. Klasse.)
- Klassenarbeit
- Ein schriftlicher Test zu einem Thema, den die Lehrkraft stellt und benotet; in Bayern heißt er „Probe“. Die Noten reichen von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). In der 1. und 2. Klasse gibt es meist noch keine Noten, sondern schriftliche Berichte. Beispiel: eine Klassenarbeit nach den Herbstferien zum Zahlenraum bis 1000. (Benotet meist ab der 3. Klasse, je nach Bundesland und Schule.) Mehr dazu: Tests und Noten in der Grundschule.
- Kommaschreibweise
- Größen mit Komma schreiben statt mit zwei Einheiten. Das Komma trennt die ganzen Einheiten von den kleineren. Beispiel: 3,45 € = 3 € 45 ct, und 1,25 m = 1 m 25 cm = 125 cm. (Beim Geld in der 3. Klasse, bei Längen in der 4. Klasse.) Mehr dazu: Kommazahlen und Prozent.
- Koordinatensystem
- Zwei Zahlenstrahlen, die sich im rechten Winkel schneiden: die x-Achse nach rechts und die y-Achse nach oben. Jeder Punkt hat zwei Koordinaten, zuerst den x-Wert, dann den y-Wert, getrennt durch einen senkrechten Strich. Beispiel: Der Punkt P(3|5) liegt 3 Einheiten nach rechts und 5 nach oben. (5. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Kopfrechnen
- Rechnen im Kopf, mit Aufgaben, die man auswendig weiß, und geschickten Strategien, manchmal mit einer kurzen Notiz. Beispiel: 99 + 47: erst 100 + 47 = 147, dann 1 abziehen, also 146. (In jeder Klasse.) Mehr dazu: Kopfrechnen, oder probieren Sie diese Kopfrechenstrategien.
- Körper
- Eine räumliche Form mit Länge, Breite und Höhe, die man in die Hand nehmen könnte. Beispiel: Würfel, Quader, Kugel, Zylinder, Kegel und Pyramide. (2. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Kreis
- Eine runde Figur, bei der jeder Punkt des Randes gleich weit vom Mittelpunkt entfernt ist. Diese Entfernung heißt Radius. Die Strecke quer durch den Mittelpunkt heißt Durchmesser; sie ist doppelt so lang wie der Radius. Beispiel: Ein Kreis mit 4 cm Radius hat 8 cm Durchmesser. (Erkennen schon in der Vorschule; mit dem Zirkel zeichnen je nach Bundesland in der Grundschule oder in Klasse 5 und 6; berechnet werden Kreise erst später.)
- Kreisdiagramm
- Ein Kreis, der in Stücke geteilt ist und zeigt, wie sich ein Ganzes aufteilt. Beispiel: Ist die Hälfte des Kreises mit „zu Fuß“ beschriftet, geht die Hälfte der Klasse zu Fuß zur Schule. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Kugel
- Ein vollkommen runder Körper ohne Ecken und Kanten, mit nur einer gewölbten Fläche. Beispiel: ein Fußball oder eine Murmel. (2. Klasse.)
- Kürzen
- Zähler und Nenner eines Bruchs durch dieselbe Zahl teilen, sodass der Bruch mit kleineren Zahlen geschrieben wird. Der Wert bleibt gleich. Beispiel: ⁶⁄₈ wird zu ¾ gekürzt (beide durch 2), und ¹²⁄₁₆ wird ebenfalls zu ¾ gekürzt (beide durch 4). (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Brüche.
L
- Lagebeziehungen
- Wörter, die beschreiben, wo etwas ist: oben, unten, vor, hinter, neben, zwischen, links und rechts. Beispiel: „Der Ball liegt links neben dem Stuhl.“ Links und rechts sicher zu unterscheiden, dauert bei manchen Kindern bis in die Grundschule hinein. (Vorschule und 1. Klasse.)
- Liter (l)
- Eine Einheit für Flüssigkeiten und Rauminhalte: 1 l = 1000 ml. Beispiel: Eine Milchtüte enthält meist 1 l, eine große Wasserflasche oft 1,5 l. (4. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
M
- Malkreuz
- Eine Hilfe für das halbschriftliche Malnehmen. Beide Zahlen werden in Zehner und Einer zerlegt und an den Rand eines Kreuzes geschrieben. Jedes Feld wird einzeln malgenommen, am Ende wird alles addiert. Beispiel: 24 · 13: 20 · 10 = 200, 4 · 10 = 40, 20 · 3 = 60 und 4 · 3 = 12. Zusammen: 200 + 40 + 60 + 12 = 312. (3. oder 4. Klasse, in vielen Schulen.) Mehr dazu: So wird Mathe heute in der Grundschule unterrichtet.
- Maßstab
- Gibt an, wie stark ein Plan oder eine Karte verkleinert ist. Beispiel: Beim Maßstab 1 : 100 steht 1 cm auf dem Plan für 100 cm in Wirklichkeit, also für 1 m. Ist ein Zimmer auf dem Plan 4 cm lang, ist es in Wirklichkeit 4 m lang. (Erste Pläne in der 4. Klasse, Rechnen mit dem Maßstab in der 5. Klasse.)
- Menge
- Eine Anzahl von Dingen. Kinder vergleichen Mengen lange, bevor sie rechnen: mehr, weniger, gleich viel. Beispiel: „Auf welchem Teller liegen mehr Kekse?“ Legt man die 5 und die 7 Kekse in zwei Reihen nebeneinander, sieht man: Auf dem zweiten Teller sind 2 mehr. (Vorschule.)
- Meter (m)
- Eine Längeneinheit: 1 m = 100 cm, und 1000 m sind 1 km. Beispiel: Eine Tür ist etwa 2 m hoch, und ein Zollstock ist ausgeklappt meist ebenfalls 2 m lang. (2. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Milliliter (ml)
- Eine kleine Einheit für Flüssigkeiten: 1000 ml = 1 l. Beispiel: Ein Teelöffel fasst etwa 5 ml, ein Glas Wasser etwa 200 ml. (4. Klasse.)
- Millimeter (mm)
- Eine kleine Längeneinheit: 10 mm = 1 cm. Beispiel: Die kleinen Striche zwischen den Zentimetern auf dem Lineal sind Millimeter. 4 cm 5 mm sind also 45 mm. (3. Klasse.)
- Million
- Tausend mal tausend: 1 000 000, also 1000 Tausender. In der Stellenwerttafel steht M dafür. Beispiel: 1 000 000 Sekunden sind etwas mehr als 11 Tage. (4. Klasse; noch größere Zahlen wie die Milliarde in Klasse 5.)
- Minuend und Subtrahend
- In einer Minusaufgabe ist der Minuend die Zahl, von der abgezogen wird, und der Subtrahend die Zahl, die abgezogen wird. Beispiel: In 15 − 6 = 9 ist 15 der Minuend, 6 der Subtrahend und 9 die Differenz. (Die Fachwörter je nach Schulbuch zwischen Klasse 2 und 4.)
- Multiplikation (multiplizieren)
- Das Malnehmen, geschrieben mit dem Malpunkt (·) und gesprochen „drei mal vier“. Malnehmen heißt, gleich große Gruppen zusammenzuzählen. Beispiel: 3 Tüten mit je 4 Bonbons sind 4 + 4 + 4 = 12 Bonbons, kurz 3 · 4 = 12. (2. Klasse.) Mehr dazu: Malnehmen und Teilen.
- Muster
- Eine Anordnung von Farben, Formen oder Zahlen, die nach einer Regel weitergeht. Beispiel: rot, blau, blau, rot, blau, blau … Als Nächstes kommt rot. Bei Zahlen: 2, 5, 8, 11 … geht in Dreierschritten weiter, die nächste Zahl ist 14. (Vorschule; Zahlenfolgen ab der 1. Klasse.) Mehr dazu: Muster, Gleichungen und Dreisatz.
Manche Mathe-Wörter bedeuten im Alltag etwas anderes: „gerade“ (gerade Zahl, aber auch „gerade eben“), „senkrecht“, „Differenz“, „Produkt“, „Probe“ und „Tafel“ (Hundertertafel oder Tafel Schokolade). Wenn Ihr Kind bei einer Sachaufgabe stockt, fragen Sie nach, welche Bedeutung es im Kopf hat.
N
- Nachbaraufgabe
- Eine Aufgabe, die direkt neben einer bekannten liegt und sich aus ihr ableiten lässt. Beispiel: Wer 6 + 6 = 12 weiß, kommt bei 6 + 7 schnell auf 13. Beim Einmaleins: 5 · 8 = 40, also ist 6 · 8 eine 8 mehr, 48. (1. Klasse; beim Einmaleins in der 2. Klasse.) Mehr dazu: Kopfrechnen.
- Nachbarzahl
- Die Zahlen direkt vor und nach einer Zahl: der Vorgänger und der Nachfolger. Beispiel: Die Nachbarzahlen der 14 sind 13 (Vorgänger) und 15 (Nachfolger). Ab der 2. Klasse gibt es auch Nachbarzehner: 47 liegt zwischen den Nachbarzehnern 40 und 50. (1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Negative Zahl
- Eine Zahl kleiner als null, geschrieben mit einem Minuszeichen davor. Beispiel: −3 °C sind 3 Grad unter null. Hat ein Verein in der Bundesliga 30 Tore geschossen und 34 kassiert, ist seine Tordifferenz −4. Von −2 bis 5 sind es 7 Schritte. (Klasse 5 oder 6, je nach Bundesland und Schulart.)
- Nenner
- Die untere Zahl eines Bruchs. Sie gibt an, in wie viele gleich große Teile das Ganze geteilt ist. Merkhilfe: Der Nenner nennt, wie die Teile heißen. Beispiel: Bei ¾ ist 4 der Nenner: Das Ganze ist in 4 gleiche Teile geteilt, in Viertel. (Mit der Bruchrechnung in Klasse 5 oder 6.) Mehr dazu: Brüche.
- Netz
- Eine flache Figur, die man zu einem Körper falten kann. Beispiel: 6 Quadrate in Kreuzform lassen sich zu einem Würfel falten. Insgesamt gibt es 11 verschiedene Würfelnetze. (Würfelnetze in der 3. Klasse, Quadernetze in der 4. Klasse.)
- Null
- Die Zahl 0 bedeutet: nichts. In einer Zahl hält sie einen Platz frei, damit die anderen Ziffern an der richtigen Stelle stehen. Beispiel: In 205 zeigt die 0, dass es keine Zehner gibt; ohne sie stünde da 25. Jede Zahl mal 0 ergibt 0, etwa 7 · 0 = 0. Durch 0 teilen kann man nicht. (1. Klasse; Malaufgaben mit 0 in der 2. Klasse.)
O
- Oberflächeninhalt
- Die Flächeninhalte aller Flächen eines Körpers zusammen. Beispiel: Ein Würfel mit 2 cm Kantenlänge hat 6 Flächen zu je 2 cm · 2 cm = 4 cm². Sein Oberflächeninhalt ist 6 · 4 cm² = 24 cm². (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.)
P
- parallel
- Zwei Geraden sind parallel, wenn sie überall den gleichen Abstand haben und sich nie schneiden. Beispiel: die beiden Schienen eines Gleises oder die gegenüberliegenden Seiten eines Rechtecks. (5. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Parallelogramm
- Ein Viereck, bei dem die gegenüberliegenden Seiten parallel und gleich lang sind. Beispiel: ein Rechteck, das man zur Seite drückt, sodass es schief steht. Rechteck und Quadrat sind besondere Parallelogramme. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.)
- Parkett
- Eine Fläche, die lückenlos und ohne Überlappen mit gleichen Figuren ausgelegt ist. Beispiel: ein Fliesenboden aus Quadraten oder eine Bienenwabe, ein Parkett aus Sechsecken. (3. Klasse.)
- Platzhalteraufgabe
- Eine Aufgabe, in der eine Zahl fehlt, meist als Kästchen oder Lücke. Beispiel: 3 + □ = 7, also □ = 4. In der 3. Klasse zum Beispiel 8 · □ = 240, also □ = 30. (1. Klasse; mit Mal und Geteilt ab der 2. Klasse.) Mehr dazu: Muster, Gleichungen und Dreisatz.
- Primzahl
- Eine Zahl mit genau zwei Teilern: 1 und sich selbst. Beispiel: Die Primzahlen bis 20 sind 2, 3, 5, 7, 11, 13, 17 und 19. Die 1 ist keine Primzahl, weil sie nur einen Teiler hat, und die 2 ist die einzige gerade Primzahl. (5. Klasse.)
- Probe
- Eine Kontrolle, ob ein Ergebnis stimmt, meist mit der Umkehraufgabe oder einem Überschlag. Beispiel: 62 − 38 = 24. Probe: 24 + 38 = 62, das Ergebnis stimmt. (Ab der 1. Klasse; bei schriftlichen Rechnungen ab der 3. Klasse.) In Bayern heißt übrigens auch eine Klassenarbeit „Probe“.
- Produkt
- Das Ergebnis einer Malaufgabe. Beispiel: Das Produkt von 6 und 7 ist 42. (Das Fachwort je nach Schulbuch ab Klasse 2 oder 3.)
- Prozent (%)
- Ein Anteil von 100: „Prozent“ heißt „von Hundert“. Beispiel: 25 % sind 25 von 100, also ein Viertel. 50 % von 40 sind 20. Bei 20 % Rabatt auf 15 € spart man 3 €. (Klasse 6 oder 7, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Kommazahlen und Prozent.
- Punkt vor Strich
- Die Regel für die Reihenfolge: Malnehmen und Teilen (Punktrechnung) kommen vor Plus und Minus (Strichrechnung). Was in Klammern steht, wird zuerst gerechnet. Beispiel: 2 + 3 · 4 = 14 (erst 3 · 4), aber (2 + 3) · 4 = 20. (5. Klasse.)
- Pyramide
- Ein Körper mit einer ebenen Grundfläche und dreieckigen Seitenflächen, die sich in einer Spitze treffen. Beispiel: Eine Pyramide mit quadratischer Grundfläche hat 5 Flächen, 8 Kanten und 5 Ecken. (2. Klasse.)
Q
- Quader
- Ein Körper mit 6 rechteckigen Flächen (manche davon dürfen Quadrate sein), 12 Kanten und 8 Ecken. Beispiel: ein Schuhkarton oder ein Ziegelstein. (2. Klasse.)
- Quadrat
- Ein Viereck mit 4 gleich langen Seiten und 4 rechten Winkeln. Jedes Quadrat ist auch ein Rechteck. Beispiel: ein Kästchen im Rechenheft. (1. Klasse.)
- Quadratzahl
- Das Ergebnis, wenn man eine Zahl mit sich selbst malnimmt. So viele Plättchen lassen sich zu einem Quadrat legen. Beispiel: 4 · 4 = 16, kurz 4² = 16. Die Quadratzahlen bis 100 sind 1, 4, 9, 16, 25, 36, 49, 64, 81 und 100. (Als Quadrataufgaben des Einmaleins in der 2. Klasse, das Wort und die Schreibweise 4² meist in Klasse 5.)
- Quotient
- Das Ergebnis einer Geteiltaufgabe. Beispiel: In 20 : 4 = 5 ist 5 der Quotient. (Das Fachwort meist in Klasse 3 oder 4, je nach Schulbuch.)
R
- Rauminhalt (Volumen)
- Wie viel Raum ein Körper einnimmt, gemessen in Würfeln. Beispiel: Ein Quader, 3 cm lang, 2 cm breit und 4 cm hoch, lässt sich aus 3 · 2 · 4 = 24 Zentimeterwürfeln bauen. Sein Rauminhalt ist 24 cm³. (Bauen mit Einheitswürfeln in der 4. Klasse, Volumeneinheiten wie cm³ in der 6. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Rechendreieck
- Ein Dreieck mit drei Zahlen innen in den Ecken und drei Zahlen außen an den Seiten. Jede Außenzahl ist die Summe der beiden Innenzahlen daneben. Beispiel: Innen stehen 3, 5 und 6, außen also 8 (3 + 5), 11 (5 + 6) und 9 (3 + 6). Spannend wird es, wenn nur die Außenzahlen gegeben sind. (1. und 2. Klasse.)
- Rechenrahmen
- Ein Rahmen mit Kugeln auf Stangen, meist 2 Reihen zu je 10 (bis 20) oder 10 Reihen (bis 100). Nach je 5 Kugeln wechselt die Farbe, so erkennt man Mengen, ohne zu zählen. Beispiel: 7 sind 5 rote und 2 weiße Kugeln. (1. Klasse.)
- Rechenschwäche (Dyskalkulie)
- Anhaltende, deutliche Schwierigkeiten mit Zahlen und Mengen, die sich durch das übliche Üben im Unterricht nicht auflösen; das ist mehr als eine schlechte Note. Ein mögliches Anzeichen: Ein Kind zählt auch nach langer Zeit noch jede Aufgabe an den Fingern ab und kann sich Aufgaben wie 5 + 5 nicht merken. Ob eine Rechenschwäche vorliegt, klären Fachleute; erste Ansprechperson ist die Lehrkraft. (Fällt meist in den ersten Schuljahren auf.) Mehr dazu: Wenn Ihr Kind sagt: „Ich kann kein Mathe“.
- Rechenstrich
- Ein leerer Zahlenstrahl ohne Skala, auf dem Kinder ihre Rechenschritte als Sprünge einzeichnen. Beispiel: 46 + 37: von 46 einen Sprung von 30 bis 76, dann 4 bis 80, dann 3 bis 83. (2. Klasse.) Mehr dazu: So wird Mathe heute in der Grundschule unterrichtet.
- Rechteck
- Ein Viereck mit 4 rechten Winkeln, bei dem die gegenüberliegenden Seiten gleich lang sind. Das Quadrat ist ein besonderes Rechteck. Beispiel: eine Tür oder ein Blatt Papier. (1. Klasse.)
- Rechter Winkel
- Ein Winkel von 90°, eine Vierteldrehung. In Zeichnungen markiert man ihn mit einem kleinen Viertelkreis und einem Punkt darin. Beispiel: die Ecken eines Buches oder eines Fensters. Faltet man ein Stück Papier zweimal so, dass beim zweiten Mal die Faltkante genau auf sich selbst liegt, entsteht ein rechter Winkel zum Prüfen. (3. Klasse; in Grad gemessen ab der 5. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Rest
- Was übrig bleibt, wenn eine Zahl nicht glatt geteilt werden kann. Beispiel: 17 : 5 = 3 R 2 (gesprochen „3 Rest 2“), denn 3 · 5 = 15, und 2 bleiben übrig. (Erste Aufgaben mit Rest in der 2. Klasse, sicher in der 3. Klasse.)
- Rückgeld (Wechselgeld)
- Das Geld, das man zurückbekommt, wenn man mit mehr bezahlt, als etwas kostet. Beispiel: Ein Malblock kostet 3,45 €. Wer mit einem 5-€-Schein bezahlt, bekommt 1,55 € zurück, denn 5 € − 3,45 € = 1,55 €. Gut finden lässt sich das Rückgeld durch Ergänzen. (2. Klasse; mit Komma ab der 3. Klasse.) Mehr dazu: Geld.
- Runden
- Eine Zahl durch eine nahe, glattere Zahl ersetzen, meist auf Zehner, Hunderter oder Tausender. Entscheidend ist die Ziffer rechts neben der Rundungsstelle: Bei 0, 1, 2, 3 oder 4 wird abgerundet, bei 5, 6, 7, 8 oder 9 aufgerundet. Beispiel: 47 wird auf Zehner gerundet zu 50, 1250 auf Hunderter gerundet zu 1300, und 3,6 auf Ganze gerundet zu 4. (Auf Zehner und Hunderter in der 3. Klasse, große Zahlen in der 4. Klasse, Dezimalzahlen in Klasse 6.)
S
- Sachaufgabe
- Eine Rechenaufgabe in einer kleinen Geschichte aus dem Alltag, auch Textaufgabe genannt. Viele Klassen schreiben die Lösung in drei Schritten auf: Frage, Rechnung, Antwort. Beispiel: „Mia kauft 3 Brezeln zu je 1,10 €. Wie viel muss sie bezahlen?“ Rechnung: 3 · 1,10 € = 3,30 €. Antwort: Mia muss 3,30 € bezahlen. (In jeder Klasse; dieses Beispiel passt zur 4. Klasse.) Mehr dazu: Argumentieren und Problemlösen.
- Säulendiagramm
- Ein Diagramm mit senkrechten Säulen: Je höher die Säule, desto größer die Anzahl. Beispiel: Reicht die Säule „Hund“ bis zur 8, haben sich 8 Kinder für den Hund als Lieblingstier entschieden. (2. und 3. Klasse.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Scheitel und Schenkel
- Ein Winkel besteht aus zwei Schenkeln, die von einem gemeinsamen Punkt ausgehen, dem Scheitel oder Scheitelpunkt. Beispiel: Bei einer geöffneten Schere ist der Drehpunkt der Scheitel, die beiden Klingen sind die Schenkel. (5. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- schriftliche Addition
- Die Zahlen werden nach Stellenwerten untereinandergeschrieben, Einer unter Einer, Zehner unter Zehner, meist eine Ziffer pro Kästchen. Gerechnet wird von rechts nach links, die Überträge stehen klein über dem Strich. Beispiel: 347 + 285: „5 plus 7 gleich 12, schreibe 2, übertrage 1. 1 plus 8 plus 4 gleich 13, schreibe 3, übertrage 1. 1 plus 2 plus 3 gleich 6.“ Ergebnis: 632. (Meist in der 3. Klasse.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- schriftliche Division
- Sie wird in einer Zeile geschrieben: Dividend, Doppelpunkt, Divisor, Gleichheitszeichen. Das Ergebnis wächst Ziffer für Ziffer nach rechts, die Zwischenrechnungen stehen unter dem Dividenden. Beispiel: 936 : 4: „9 geteilt durch 4 gleich 2, 2 mal 4 gleich 8, 9 minus 8 gleich 1. 3 herunterholen: 13 geteilt durch 4 gleich 3, 3 mal 4 gleich 12, 13 minus 12 gleich 1. 6 herunterholen: 16 geteilt durch 4 gleich 4.“ Ergebnis: 234. Bleibt am Ende etwas übrig, schreibt man es als „R 1“ oder „Rest 1“. (In den meisten Bundesländern in der 4. Klasse, in manchen verbindlich erst in der 5. Klasse.) Mehr dazu: Malnehmen und Teilen.
- schriftliche Multiplikation
- Die Aufgabe steht in einer Zeile, zum Beispiel 324 · 23. Man beginnt mit der höchsten Stelle der zweiten Zahl und schreibt jedes Teilergebnis so, dass seine letzte Ziffer unter der Ziffer steht, zu der es gehört. Dann werden die Teilergebnisse addiert. Beispiel: 324 · 23: Erst 324 · 2 = 648, die 8 steht unter der 2. Dann 324 · 3 = 972, eine Stelle weiter rechts, die 2 steht unter der 3. Zusammen: 6480 + 972 = 7452. (4. Klasse.) Mehr dazu: Malnehmen und Teilen.
- schriftliche Subtraktion
- Die Zahlen werden nach Stellenwerten untereinandergeschrieben und Stelle für Stelle von rechts nach links verrechnet. Es gibt zwei Verfahren, das Abziehverfahren und das Ergänzungsverfahren. Welches Ihr Kind lernt, hängt vom Bundesland und oft von der Schule ab; beide führen zum richtigen Ergebnis. Beispiel: 532 − 178 = 354; beide Rechenwege stehen bei den beiden Verfahren. (Meist in der 3. Klasse.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- Sechseck
- Eine Figur mit 6 geraden Seiten und 6 Ecken. Ein regelmäßiges Sechseck hat 6 gleich lange Seiten und 6 gleich große Winkel von je 120°. Beispiel: Jede Zelle einer Bienenwabe ist ein Sechseck. (In der Grundschule beim Legen und Zeichnen von Figuren.)
- Sekunde (s)
- Eine kleine Zeiteinheit: 60 s = 1 min. Beispiel: Langsam „einundzwanzig“ zu sagen dauert ungefähr eine Sekunde. (3. Klasse.) Mehr dazu: Uhrzeit lernen.
- senkrecht
- Zwei Linien stehen senkrecht zueinander, wenn sie einen rechten Winkel bilden, ganz gleich, wie sie auf dem Blatt liegen. Im Alltag heißt „senkrecht“ dagegen meist „von oben nach unten“; das ist eine häufige Verwechslung. Beispiel: die beiden Striche eines Pluszeichens oder die untere Kante und die Seitenkante eines Blattes. (5. Klasse.) Siehe auch waagerecht.
- sicher, möglich, unmöglich
- Wörter, mit denen Kinder über den Zufall sprechen. Beispiel: Mit einem normalen Spielwürfel ist es sicher, eine Zahl von 1 bis 6 zu werfen, möglich, eine 6 zu werfen, und unmöglich, eine 7 zu werfen. (2. Klasse.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Simultanerfassung
- Auf einen Blick sehen, wie viele Dinge es sind, ohne zu zählen. Beispiel: Ein Kind erkennt am Würfelbild sofort die 5. (Vorschule, für Mengen bis etwa 5.)
- Spiegelachse (Symmetrieachse)
- Die Linie, an der eine achsensymmetrische Figur in zwei spiegelgleiche Hälften geteilt wird. Beispiel: Ein Quadrat hat 4 Spiegelachsen, ein Rechteck, das kein Quadrat ist, hat 2, und der Großbuchstabe A hat 1. (2. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Stammbruch
- Ein Bruch mit einer 1 im Zähler. Er steht für genau einen Teil. Beispiel: ½, ⅓, ¼ und ⅒ sind Stammbrüche, ¾ ist keiner. (Mit der Bruchrechnung in Klasse 5 oder 6.)
- Stellenwert
- Der Wert, den eine Ziffer durch ihre Stelle in einer Zahl bekommt. Beispiel: In 352 bedeutet die 5 fünfzig, in 523 bedeutet sie fünfhundert. (1. und 2. Klasse, danach in jedem größeren Zahlenraum wieder.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Stellenwerttafel
- Eine Tabelle mit einer Spalte für jeden Stellenwert: E (Einer), Z (Zehner), H (Hunderter), T (Tausender), ZT, HT und M. Beispiel: 2053 steht so in der Tafel: T 2, H 0, Z 5, E 3. Die 0 zeigt, dass es keine Hunderter gibt. (H Z E in der 3. Klasse, bis zur Million in der 4. Klasse, mit Zehnteln und Hundertsteln in Klasse 6.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Strichliste
- Zählen mit Strichen: Für jedes gezählte Ding gibt es einen Strich, der fünfte Strich wird quer über die vier davor gezogen. So entstehen Fünferbündel, die man schnell zählen kann. Beispiel: Zwei Fünferbündel und 3 einzelne Striche bedeuten 13. (1. Klasse.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Stufenschrift
- Eine Kurzschreibweise, die zeigt, wie sich eine Zahl aus den Stellenwerten zusammensetzt. Beispiel: 734 = 7H 3Z 4E. (3. Klasse.)
- Subtraktion (subtrahieren)
- Das Minusrechnen: etwas wegnehmen oder den Unterschied zwischen zwei Zahlen bestimmen. Beispiel: Von 10 Luftballons platzen 4, dann sind noch 6 übrig: 10 − 4 = 6. (Im Spiel schon in der Vorschule, mit dem Minuszeichen ab der 1. Klasse.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- Summand
- Jede der Zahlen, die addiert werden. Beispiel: In 6 + 2 = 8 sind 6 und 2 die Summanden, 8 ist die Summe. (Das Fachwort je nach Schulbuch zwischen Klasse 1 und 3.)
- Summe
- Das Ergebnis einer Plusaufgabe. Im Alltag meint „Summe“ oft einen Geldbetrag („eine große Summe“), in Mathe ist es genau das Ergebnis beim Addieren. Beispiel: Die Summe von 6 und 9 ist 15. (Das Fachwort je nach Schulbuch zwischen Klasse 1 und 3.)
Ob ein Wort wirklich sitzt, merken Sie am besten, wenn Ihr Kind es Ihnen mit einem eigenen Beispiel erklärt: „Zeig mir mal den Umfang von diesem Tisch.“ Wer etwas erklären kann, hat es verstanden. Klappt das noch nicht, schlagen Sie das Wort hier gemeinsam nach.
T
- Tauschaufgabe
- Bei Plus- und Malaufgaben darf man die beiden Zahlen tauschen, das Ergebnis bleibt gleich. Beim Minus- und Geteiltrechnen geht das nicht. In Klasse 5 heißt diese Regel Kommutativgesetz oder Vertauschungsgesetz. Beispiel: 3 + 5 = 5 + 3 und 4 · 6 = 6 · 4, aber 8 − 3 ist nicht dasselbe wie 3 − 8. (1. Klasse beim Plus, 2. Klasse beim Mal.)
- Tausender
- Die vierte Stelle von rechts in einer ganzen Zahl, in der Stellenwerttafel T. 10 Hunderter sind 1 Tausender. Beispiel: 4520 sind 4 Tausender, 5 Hunderter, 2 Zehner und 0 Einer. (Die Zahl 1000 in der 3. Klasse, Tausender als Stelle in der 4. Klasse.)
- Tausendstel
- Einer von 1000 gleich großen Teilen eines Ganzen, geschrieben 0,001. Beispiel: 1 mm ist ein Tausendstel Meter, 1 g ein Tausendstel Kilogramm. (Klasse 6, je nach Bundesland und Schulart.)
- Teilbarkeitsregeln
- Regeln, mit denen man erkennt, ob eine Zahl durch eine andere teilbar ist, ohne die Geteiltaufgabe auszurechnen. Durch 2: Die letzte Ziffer ist gerade. Durch 5: Die Zahl endet auf 0 oder 5. Durch 10: Sie endet auf 0. Durch 3: Die Quersumme (die Summe aller Ziffern) ist durch 3 teilbar. Beispiel: 147 hat die Quersumme 1 + 4 + 7 = 12. 12 ist durch 3 teilbar, also auch 147 (147 : 3 = 49). (5. Klasse.)
- Teiler
- Eine Zahl, durch die eine andere ohne Rest teilbar ist. Beispiel: Die Teiler von 12 sind 1, 2, 3, 4, 6 und 12. Die Teiler von 18 sind 1, 2, 3, 6, 9 und 18, gemeinsame Teiler von 12 und 18 sind also 1, 2, 3 und 6. (5. Klasse.)
- Tonne (t)
- Eine große Gewichtseinheit: 1 t = 1000 kg. Beispiel: Ein Auto wiegt etwa 1,5 t, also 1500 kg. (5. Klasse.)
- Trapez
- Ein Viereck mit mindestens einem Paar paralleler Seiten. Beispiel: die Seitenansicht eines Eimers, oben breiter als unten. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.)
U
- Überschlag
- Eine grobe Rechnung mit gerundeten Zahlen, die vorher zeigt, welches Ergebnis ungefähr herauskommen muss. Beispiel: 347 + 285: Überschlag 350 + 290 = 640. Das genaue Ergebnis 632 passt also. Kommt bei Ihrem Kind 532 heraus, zeigt der Überschlag sofort, dass etwas nicht stimmt. (3. Klasse, vor jeder schriftlichen Rechnung.)
- Übertrag
- Die Ziffer, die bei der schriftlichen Rechnung in die nächste Stelle wandert, wenn eine Stelle 10 oder mehr ergibt. Sie wird klein notiert. Beispiel: 38 + 25: 5 plus 8 gleich 13, schreibe 3, übertrage 1. 1 plus 2 plus 3 gleich 6. Ergebnis: 63. (3. Klasse.)
- Umfang
- Die Länge des Randes rund um eine Figur. Beispiel: Ein Rechteck, 5 cm lang und 3 cm breit, hat den Umfang 5 cm + 3 cm + 5 cm + 3 cm = 16 cm. (Durch Abmessen in der 4. Klasse, mit Formel in der 5. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Umkehraufgabe
- Die Aufgabe, die eine andere rückgängig macht: Minus ist die Umkehrung von Plus, Geteilt die Umkehrung von Mal. Kinder nutzen sie zum Rechnen und zur Probe. Beispiel: 7 + 5 = 12, also 12 − 5 = 7. 6 · 4 = 24, also 24 : 4 = 6. (1. Klasse beim Plus und Minus, 2. Klasse beim Mal und Geteilt.)
- unechter Bruch
- Ein Bruch, dessen Zähler so groß wie der Nenner oder größer ist. Er ist also 1 oder mehr wert. Beispiel: ⁷⁄₄ ist ein unechter Bruch. Er ist so viel wert wie die gemischte Zahl 1 ¾. (6. Klasse, je nach Bundesland und Schulart.)
- Ungerade Zahl
- Eine Zahl, die sich nicht in zwei gleich große Hälften aus ganzen Zahlen teilen lässt: Es bleibt immer 1 übrig. Ungerade Zahlen enden auf 1, 3, 5, 7 oder 9. Beispiel: 27 ist ungerade, denn 13 + 13 = 26, und 1 bleibt übrig. (1. oder 2. Klasse.) Siehe auch gerade Zahl.
V
- Variable
- Ein Buchstabe, meist x, der für eine gesuchte oder beliebige Zahl steht. Beispiel: In x + 7 = 15 ist x = 8, denn 8 + 7 = 15. (5. Klasse; in der Grundschule übernimmt der Platzhalter □ diese Rolle.) Mehr dazu: Muster, Gleichungen und Dreisatz.
- VERA-3
- Vergleichsarbeiten im Frühjahr der 3. Klasse in Deutsch und Mathematik, in allen Bundesländern. Sie prüfen, was die Bildungsstandards für das Ende der 4. Klasse beschreiben, etwa Zahlen ordnen oder Figuren spiegeln, und dauern in Mathe etwa 60 Minuten. VERA-3 gibt keine Note und zählt nicht für die Grundschulempfehlung. Die Ergebnisse werden in Kompetenzstufen beschrieben, und die Schule teilt sie Ihnen mit. (3. Klasse.) Mehr dazu: Tests und Noten in der Grundschule.
- Verdoppeln
- Doppelt so viel nehmen, also mal 2 rechnen. Beispiel: Das Doppelte von 7 ist 14, denn 7 + 7 = 14. (Im Spiel in der Vorschule, als Rechenstrategie in der 1. Klasse.) Mehr dazu: Kopfrechnen.
- Vieleck
- Eine ebene, geschlossene Figur mit geraden Seiten. Beispiel: Dreiecke, Vierecke, Fünfecke und Sechsecke sind Vielecke; der Kreis ist keins, weil er keine geraden Seiten hat. (Die einzelnen Figuren ab der 1. Klasse, das Wort Vieleck meist später.)
- Vielfaches
- Eine Zahl aus der Einmaleinsreihe einer anderen Zahl. Beispiel: Die Vielfachen von 5 sind 5, 10, 15, 20 und so weiter. 12 und 24 stehen in der Viererreihe und in der Sechserreihe, sie sind gemeinsame Vielfache von 4 und 6. (Einmaleinsreihen ab der 2. Klasse, das Wort Vielfaches in Klasse 5.)
- Viereck
- Jede Figur mit 4 geraden Seiten und 4 Ecken. Beispiel: Quadrate, Rechtecke, Trapeze und Parallelogramme sind Vierecke. (Vorschule und 1. Klasse; besondere Vierecke wie Trapez und Parallelogramm in Klasse 6.)
- Viertel nach und Viertel vor
- 15 Minuten nach der vollen Stunde und 15 Minuten vor der vollen Stunde. In manchen Gegenden, vor allem im Osten und Süden, sagt man „viertel drei“ für 2:15 Uhr und „dreiviertel drei“ für 2:45 Uhr. Beispiel: Viertel nach zwei ist 2:15 Uhr oder 14:15 Uhr, Viertel vor drei ist 2:45 Uhr oder 14:45 Uhr. (2. Klasse.) Mehr dazu: Uhrzeit lernen.
- Volumen
- Ein anderes Wort für den Rauminhalt. Beispiel: Ein Würfel mit 1 cm Kantenlänge hat ein Volumen von 1 cm³, und 1000 cm³ sind genau 1 l. (Klasse 6, je nach Bundesland und Schulart.)
W
- waagerecht
- So flach wie eine ruhige Wasseroberfläche; auf dem Blatt heißt das meist: von links nach rechts. Beispiel: eine Tischplatte oder der Horizont. (Im Alltag und beim Zeichnen in der Grundschule.) Siehe auch senkrecht.
- wahrscheinlicher als
- Damit vergleichen Kinder Gewinnchancen. Beispiel: Ein Glücksrad hat 4 gleich große Felder, 3 rote und 1 blaues. Dass der Zeiger auf Rot stehen bleibt, ist wahrscheinlicher, als dass er auf Blau stehen bleibt. (4. Klasse; sicher, möglich und unmöglich schon in der 2. Klasse.) Mehr dazu: Daten und Diagramme.
- Winkel
- Zwei Schenkel, die von einem gemeinsamen Punkt ausgehen, dem Scheitel. Winkel misst man in Grad (°), eine volle Drehung hat 360°. Beispiel: Ein rechter Winkel hat 90°, ein gestreckter Winkel, also eine gerade Linie, hat 180°. (Den rechten Winkel in der 3. Klasse, Winkel messen und zeichnen mit dem Geodreieck in der 5. Klasse.) Mehr dazu: Formen und Geometrie.
- Winkelarten
- Winkel werden nach ihrer Größe benannt: spitzer Winkel (kleiner als 90°), rechter Winkel (90°), stumpfer Winkel (zwischen 90° und 180°), gestreckter Winkel (180°), überstumpfer Winkel (zwischen 180° und 360°) und Vollwinkel (360°). Beispiel: Um 1 Uhr bilden die Zeiger einer Uhr einen spitzen Winkel von 30°, um 4 Uhr einen stumpfen Winkel von 120°. Um 3 Uhr ist der Winkel außen herum 270°, ein überstumpfer Winkel. (5. Klasse.)
- Würfel
- Ein Körper mit 6 gleich großen quadratischen Flächen, 12 Kanten und 8 Ecken. Beispiel: ein Spielwürfel. Bei ihm ergeben die Augenzahlen gegenüberliegender Seiten immer 7. (Als Körper in der 2. Klasse, Ecken, Kanten und Flächen in der 3. Klasse.)
Z
- Zahlendreher
- Eine Zahl wird mit vertauschten Ziffern geschrieben, zum Beispiel 12 statt 21. Im Deutschen ist das besonders häufig, weil wir die Einer vor den Zehnern sprechen: „ein-und-zwanzig“, geschrieben aber erst die 2, dann die 1. Beispiel: Ein Kind hört „siebenundvierzig“ und schreibt 74. Hilfreich ist, beim Schreiben mit den Zehnern anzufangen. (1. und 2. Klasse; manche Kinder brauchen länger.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Zahlenhaus
- Ein gezeichnetes Haus für die Zerlegungen einer Zahl: Die Zahl steht im Dach, in jedem Stockwerk wohnen zwei Zahlen, die zusammen die Dachzahl ergeben. Beispiel: Im Zahlenhaus der 10 wohnen 1 und 9, 2 und 8, 3 und 7, 4 und 6 sowie 5 und 5. (Vorschule und 1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlzerlegungen und Einspluseins bis 20.
- Zahlenmauer
- Eine Mauer aus Zahlensteinen: Zwei nebeneinanderliegende Steine ergeben zusammen den Stein darüber. Beispiel: Unten stehen 3, 5 und 2. Darüber kommen 8 (3 + 5) und 7 (5 + 2), ganz oben 15 (8 + 7). (1. Klasse, danach in jedem Zahlenraum.)
- Zahlenraum
- Der Bereich der Zahlen, mit denen eine Klasse gerade rechnet. Beispiel: Zahlenraum bis 20 in der 1. Klasse, bis 100 in der 2., bis 1000 in der 3. und bis 1 000 000 in der 4. Klasse. Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Zahlenstrahl
- Eine Linie mit Strichen in gleichen Abständen, an denen die Zahlen der Reihe nach stehen. Ohne Skala spricht man vom Rechenstrich. Beispiel: Auf dem Zahlenstrahl bis 20 liegt die 13 drei Striche hinter der 10. (1. Klasse bis 20, später bis 100, 1000 und zur Million.)
- Zähler
- Die obere Zahl eines Bruchs. Sie zählt, wie viele der gleich großen Teile gemeint sind. Beispiel: Bei ¾ ist 3 der Zähler: Es sind 3 von 4 Teilen gemeint. Merkhilfe: Der Nenner nennt die Teile, der Zähler zählt sie. (Mit der Bruchrechnung in Klasse 5 oder 6.) Mehr dazu: Brüche.
- Zahlzerlegung
- Eine Zahl in zwei (oder mehr) Teile aufteilen. Die Zerlegungen der Zahlen bis 10 sind die Grundlage für fast alles Rechnen danach; Paare, die zusammen 10 ergeben, heißen „verliebte Zahlen“ oder „Zehnerfreunde“. Beispiel: 7 = 5 + 2 = 4 + 3 = 6 + 1. Verliebte Zahlen sind etwa 3 und 7 oder 4 und 6. (Vorschule und 1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlzerlegungen und Einspluseins bis 20.
- Zehner
- Die zweite Stelle von rechts in einer ganzen Zahl, in der Stellenwerttafel Z. 10 Einer sind 1 Zehner. Beispiel: 13 ist 1 Zehner und 3 Einer, 46 sind 4 Zehner und 6 Einer. (1. Klasse.) Mehr dazu: Zahlen und Stellenwerte.
- Zehnerpotenz
- Eine Zahl wie 10, 100 oder 1000, die man erhält, wenn man 10 mehrmals mit sich selbst malnimmt. Die kleine Hochzahl sagt, wie oft. Beispiel: 10 000 = 10 · 10 · 10 · 10 = 10⁴. (5. Klasse.)
- Zehnerübergang
- Eine Plus- oder Minusaufgabe, bei der man über einen Zehner hinweg rechnet. Kinder lernen, erst bis zur Zehn zu rechnen und dann weiter. Beispiel: 8 + 5 = 8 + 2 + 3 = 13. Rückwärts: 13 − 5 = 13 − 3 − 2 = 8. (1. Klasse; im Zahlenraum bis 100 in der 2. Klasse.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- Zehntel
- Einer von 10 gleich großen Teilen eines Ganzen, geschrieben 0,1 oder ⅒. Beispiel: 10 ct sind ein Zehntel von 1 €, und 0,3 sind 3 Zehntel. (Als Teil der Dezimalzahlen in Klasse 6, je nach Bundesland und Schulart.) Mehr dazu: Kommazahlen und Prozent.
- Zeitpunkt und Zeitspanne
- Ein Zeitpunkt sagt, wann etwas geschieht, eine Zeitspanne, wie lange es dauert. Beispiel: Der Film beginnt um 15:40 Uhr und endet um 17:05 Uhr (Zeitpunkte). Er dauert 1 h 25 min (Zeitspanne): 20 min bis 16:00 Uhr, 1 h bis 17:00 Uhr und noch 5 min. (Einfache Zeitspannen in der 2. Klasse, Rechnen mit Zeitspannen in der 3. Klasse.) Mehr dazu: Uhrzeit lernen.
- Zentimeter (cm)
- Eine Längeneinheit: 100 cm = 1 m. Beispiel: Ein Fingernagel ist ungefähr 1 cm breit, ein Schullineal meist 30 cm lang. (2. Klasse, manchmal schon in der 1. Klasse.) Mehr dazu: Größen und Messen.
- Ziffer
- Eines der zehn Zeichen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9, mit denen wir alle Zahlen schreiben. Eine Zahl kann aus einer oder aus mehreren Ziffern bestehen. Beispiel: 507 ist eine dreistellige Zahl mit den Ziffern 5, 0 und 7. (1. Klasse.)
- Zirkel
- Ein Zeichengerät für Kreise: Die Spitze steckt im Mittelpunkt, die Mine zieht den Kreis. Der Abstand zwischen beiden ist der Radius. Beispiel: Für einen Kreis mit 3 cm Radius stellt man den Zirkel am Lineal auf 3 cm ein. (Je nach Bundesland in der Grundschule oder in Klasse 5 und 6.)
- Zwanzigerfeld und Zehnerfeld
- Felder für Plättchen: Das Zehnerfeld hat 2 Reihen zu je 5 Kästchen, das Zwanzigerfeld 2 Reihen zu je 10, jeweils in Fünfer gegliedert. So sieht man Zahlen auf einen Blick, Lehrkräfte sprechen von der „Kraft der Fünf“. Beispiel: 7 Plättchen im Zehnerfeld füllen die obere Reihe und 2 Kästchen der unteren. Die 3 leeren Kästchen zeigen: 7 + 3 = 10. (Vorschule und 1. Klasse.) Mehr dazu: Plus und Minus.
- Zylinder
- Ein Körper mit zwei gleich großen, ebenen Kreisflächen, die durch eine gewölbte Fläche verbunden sind. Beispiel: eine Konservendose oder eine Küchenrolle. (2. Klasse.)
Üben mit Indie
Beequation Kids macht aus Rechenaufgaben Wabenrätsel. Kommt Ihr Kind nicht weiter, gibt die Biene Indie einen Tipp. Ohne Werbung und ohne Datenerfassung.